Sparsamer leben und keine neuen Schulden anhäufen: So lassen sich die Neujahrsvorsätze der Österreicherinnen und Österreicher in Bezug auf ihre Finanzen zusammenfassen. Während rund 29 Prozent im neuen Jahr mehr Geld aufs Sparbuch bringen wollen, ist die Anlage in Wertpapiere für viele Personen weniger attraktiv: Nur 15 Prozent fassen eine derartige Investition für 2022 ins Auge, wie aus einer aktuellen Umfrage von J.P. Morgan Asset Management hervorgeht.

Demnach nehmen sich 37 Prozent der befragten Österreicherinnen und Österreicher für das neue Jahr vor, sparsamer zu leben. Dafür zeigen sie sich bereit, ihren Konsum einzuschränken oder nach günstigeren Vergleichsangeboten - etwa bei Verträgen wie Strom oder Mobilfunk - Ausschau zu halten. 27 Prozent sind entschlossen, ihre Schulden abzubezahlen oder zumindest keine neuen Schulden zu machen. Etwas weniger als ein Drittel der Befragten gab zudem an, mehr Geld auf dem Sparbuch deponieren zu wollen.

Auf relativ wenig Interesse stoßen dazu im Vergleich mögliche Anlagen in Wertpapiere. Nur etwas mehr als ein Achtel der Befragten (15 Prozent) gab an, eine solche Investition tätigen zu wollen. Allerdings erfreut sich das Thema Nachhaltigkeit größerer Beliebtheit: 17 Prozent der Befragten wollen nicht nur ihr Geld vermehren, sondern mit ihrer Anlage auch etwas Gutes tun.

Zusätzliche Ersparnisse wegen nicht konsumierter Urlaube

Unter den Befragten zeigten sich 28 Prozent mit ihrer eigenen Finanzsituation zufrieden und planten keine weiteren Aktivitäten im kommenden Jahr. "Während auch im zweiten Jahr der Pandemie viele Branchen und Betriebe finanzielle Auswirkungen spüren, kam es andererseits bei vielen Menschen zu zusätzlichen Ersparnissen, da so manche Ausgaben, wie etwa Urlaube, nicht getätigt werden konnten. Dies mag ein Grund dafür sein, dass neben der Sparsamkeit auch die Zufriedenheit mit der finanziellen Situation weit vorn liegt", erläuterte Markus Sevcik, Executive Director bei J.P. Morgan Asset Management.

Etwas mehr als ein Viertel der Befragten (17 Prozent) nutzt derzeit eine Finanzberatung. 16 Prozent zeigten sich aber offen für eine Beratung und gaben an, sich zur Planung für 2022 Unterstützung zu wünschen. Von den 27 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher, die eine Finanzberatung nutzen, haben 17 Prozent aktuell keinen Beratungsbedarf, 10 Prozent würden sich aber für die Finanzplanung 2022 ebenfalls gern beraten lassen.

Befragt wurden 800 Frauen und Männer ab 18 Jahren aus Österreich zwischen 1. und 5. Dezember 2021. (apa)