Die Pkw-Neuzulassungen in Österreich sanken 2021 auf den niedrigsten Wert seit 37 Jahren. Laut Statistik Austria wurden 239.803 Autos neu zugelassen, das ist ein Minus von 3,6 Prozent zum Jahr davor (2020: 248.740 Zulassungen). Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 sind es 27,2 Prozent weniger Zulassungen.

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Einen Anstieg gab es hingegen bei Hybrid- und Elektroautos: Reine E-Autos machten 13,9 Prozent der Zulassungen aus. Einen deutlichen Anstieg gab es bei alternativ angetriebenen Pkws. Deren Anteil an den Gesamtzulassungen erhöhte sich innerhalb eines Jahres von rund 20 auf 37,6 Prozent. Die absolute Zahl der neuzugelassenen alternativ Angetriebenen lag 2021 damit nur rund 1.400 Stück hinter den Benzinern (Anteil: 38,1 Prozent). - Zu Pkws mit alternativem Antrieb werden auch Hybrid-Autos gezählt.

Diesel-Pkws wurden mit 58.263 Stück fast 36 Prozent weniger angemeldet. Bei den Benzinern gab es ein Rückgang um rund 15 Prozent. Im Schnitt würden die 2021 zugelassenen Fahrzeuge CO2-Emissionen von 116 Gramm pro Kilometer verursachen, gemessen nach dem WLTP-Testverfahren, so die Statistik Austria. Ohne Elektro-und Wasserstoff-Fahrzeuge lag der Wert bei 135 g/km.

Deutliches Plus bei Nutzfahrzeugen

Ein deutliches Plus gab es bei Nutzfahrzeugen. 2021 wurden mit 62.561 Neuzulassungen 56,2 Prozent mehr Lkw registriert. Die große Mehrheit davon entfiel auf leichte Nutzfahrzeuge (58.806 Stück), "was mit der Einführung der NoVA-Verpflichtung von leichten Nutzfahrzeugen am 1. Juni 2021 mit einer Übergangsfrist bis Anfang November in Zusammenhang zu bringen ist", so die Statistik Austria in ihrer Aussendung.

Nach starkem Zuwachs bei Zweirädern 2020, war 2021 ein Rückgang um 2,9 Prozent zu beobachten. Kaum Veränderungen gabe es bei Motorrädern. Bei Mofas gingen die Neuzulassungen um 10,8 Prozent zurück. (apa)