Die Raiffeisen Bank International (RBI) konnte ihren Gewinn 2021 deutlich steigern. Unterm Strich blieben 1,37 Mrd. Euro, das waren mehr als vor der Coronakrise, 2019 hatte die Bank ein Konzernergebnis von 1,23 Mrd. Euro erzielt. Auch zum Vorjahr 2020 (804 Mio. Euro) verzeichnete die RBI ein klares Gewinnplus. Für Unterstützung habe die Konjunkturerholung in den Kernmärkten gesorgt, teilte die Bank am Mittwoch mit.

Bankchef Johann Strobl zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden. "Wir haben unser Ergebnis deutlich gesteigert, Akquisitionen in strategisch wichtigen Märkten durchgeführt und sind in CEE die Nummer eins beim Arrangieren von Sustainable Bonds." Die geopolitischen Spannungen in Russland und der Ukraine beobachte die Bank sehr genau, aktuell laufe das dortige Geschäft aber normal. Im zweiten Halbjahr wurden mit Blick auf die Situation aber bereits Vorsorgen gebildet, so Strobl.

Im vierten Quartal 2021 wurden für Risikokosten (Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte) 150 Mio. Euro zurückgelegt. Das waren deutlich mehr als im Vorquartal mit 44 Mio. Euro. Im Jahresvergleich haben sich die Risikokosten jedoch deutlich verringert. Zum Ende 2021 lagen sie bei 295 Mio. Euro, nach knapp 600 Mio. (598) zum Jahresende 2020. Die Neubildungsquote lag bei 0,30 Prozent (30 Basispunkten).

Für das Geschäftsjahr 2022 rechnet die RBI mit einer Neubildungsquote von 40 Basispunkten. Darüber hinaus erwartet das Management ein Kreditwachstum zwischen 7 und 9 Prozent. Als Dividende werden 1,15 Euro je Aktie vorgeschlagen. (apa)