Die Oesterreichische Nationalbank schüttet für das Geschäftsjahr 2021 57 Millionen Euro an den Bund aus. Das ist deutlich mehr als im Vorjahr - damals waren es 8 Millionen Euro - aber sehr viel weniger als noch vor einigen Jahren. Im Jahr 2019 gingen über 200 Millionen an den Bund. Zusätzlich zu den 57 Millionen werden 24 Millionen Euro an Körperschaftssteuer (Köst) an den Bund abgeführt. Die Pandemie und die daraus resultierenden Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) belasteten das Ergebnis.

Insgesamt erzielte die OeNB ein geschäftliches Ergebnis von 94 Millionen Euro. "Die vom EZB-Rat in Reaktion auf die COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 beschlossenen und im Jahr 2021 fortgeführten Maßnahmen im Bereich der Geldpolitik haben sich in der Bilanz und im geschäftlichen Ergebnis der OeNB auch im Geschäftsjahr 2021 deutlich ausgewirkt", sagte Direktor Thomas Steiner laut Aussendung vom Mittwoch.

Die von der EZB für Banken zur Verfügung gestellten, gezielten längerfristige Refinanzierungsgeschäfte, sogenannten TLTROs, blähten die Bilanzsumme der OeNB auf 275 Milliarden Euro auf und sorgten für hohe Zinsaufwendungen von insgesamt 798 Mio. Euro. Das Nettozinsergebnis ging in Folge deutlich von 374 Mio. Euro im Jahr 2020 auf 90 Millionen Euro zurück. (apa)