Die Österreich-Tochter des deutschen Handelskonzerns Rewe, der hierzulande mit Billa, Billa Plus, Penny, Adeg und Bipa sowie Rewe Austria Touristik vertreten ist, hat den Bruttoumsatz im Vorjahr um 1,54 Prozent auf 9,21 Milliarden Euro gesteigert. Im ersten Coronajahr 2020 lag das Erlösplus noch bei 3,8 Prozent.

Laut vorläufigen Branchenschätzungen kletterte der Marktanteil 2021 von Spar von 34,6 auf 36 Prozent, Rewe Österreich erreichte ein Plus von 0,6 Prozentpunkten auf 33,9 Prozent. Marktanteil verloren im vergangenen Jahr hingegen die Diskonter.

Rewe hatte 2020 erstmals die Marktführerschaft nach Jahrzehnten an der Spitze an Spar verloren."Wir wollen die Nummer eins bei den Kunden werden", kündigte Rewe-International-Vorstand Marcel Haraszti in einer Aussendung an. Man habe mit der Zusammenführung von Billa und Merkur unter der Dachmarke Billa den "wichtigsten Schritt" umgesetzt. "Mit diesem Meilenstein sind wir für unsere Kunden einfacher und noch schlagkräftiger geworden." Billa und Billa Plus steigerten den Umsatz im Vorjahr um 1,6 Prozent.

Gut lief es umsatzmäßig für die Drogeriekette Bipa mit einem Umsatzanstieg von 3 Prozent. Die Erlöse von Rewe Austria Touristik schnellten nach dem coronabedingten Einbruch 2020 um 44,3 Prozent in die Höhe. Der heiß umkämpfte österreichische Diskontmarkt belastete hingegen Penny Österreich. Der Umsatz des Diskonters sank hierzulande um 2,7 Prozent.

224 Millionen Euro investiert

Die Rewe Group investierte im Vorjahr in Österreich rund 224 Millionen Euro und beschäftigte über 45.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 2.200 Lehrlinge. Der Handelskonzern sucht derzeit tausende Mitarbeiter. "Aktuell können wir Arbeitssuchenden 3.000 offene Stellen und mehr als 600 Lehrlingen sofort eine attraktive Lehrstelle anbieten", sagte Rewe-International-Vorstand Christoph Matschke.

Gesteuert wird das Auslandsgeschäft der deutschen Rewe-Gruppe aus der Zentrale von Rewe International in Wiener Neudorf (Niederösterreich). Der Bruttoumsatz in neun Ländern stieg 2021 um 1,98 Prozent auf 18,41 Milliarden Euro. Dies Angabe sei wechselkursbereinigt und durch den Verkauf von Billa Russland bereinigt um nicht fortzuführendes Geschäft, erklärte Matschke. (apa)