Das Immobilienunternehmen Immofinanz hat im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem dank Immobilienaufwertungen einen Gewinnsprung gemacht. Unter dem Strich drehte das Ergebnis auf einen Gewinn von 345,8 Millionen Euro nach einem Verlust von 165,9 Millionen Euro im Corona-geprägten Jahr davor, teilte der kürzlich mehrheitlich von der CPI Property Group übernommene Konzern am Mittwochabend mit. Zur Dividende hält der Konzern sich allerdings noch zurück.

"Da der aktuelle Ausblick noch stark von einigen externen Faktoren und Annahmen geprägt ist, werden wir für einen konkreten Dividendenvorschlag noch etwas zuwarten, diesen aber rechtzeitig vor der ordentlichen Hauptversammlung festlegen", sagte Vorstand Stefan Schönauer. Die Aktionärsversammlung findet am 12. Juli statt.

Die pandemiebedingten Immobilienabwertungen hätten zuletzt teilweise wieder aufgeholt werden können, erklärte der Konzern. Das Bewertungsergebnis aus Bestandsimmobilien belaufe sich auf 85,9 Millionen Euro nach einem Verlust von 156,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Höherer Finanzierungsaufwand

Das für die Branche wichtige operative Ergebnis (FFO 1) verringerte sich jedoch um 4,7 Prozent auf 120,1 Millionen Euro. Zurückzuführen sei dies im Wesentlichen auf einen höheren Finanzierungsaufwand sowie eine geringere Dividendenzahlung aus der Beteiligung an der S Immo. Der Vermietungsgrad ging leicht auf 95,1 (96,0) Prozent zurück, die Mieterlöse sanken auf 284,7 (289,6) Millionen Euro. Grund dafür seien Immobilienverkäufe im Bürobereich, hieß es.

Trotz der Unsicherheiten rund um die Covid-19 Pandemie und den Ukraine-Krieg wurden die Ziele bestätigt. 2022 werde der FFO 1 bei mehr als 135 Millionen Euro erwartet. (reu)