Der Recyclingkartonhersteller Mayr-Melnhof Karton blickt auf ein gutes erstes Quartal 2022 zurück. Das Vorsteuerergebnis legte im Jahresvergleich um 77 Prozent auf 103,6 Millionen Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) um 82 Prozent auf 111,1 Millionen Euro und der Umsatz um 65 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro zu. Das börsennotierte Wiener Unternehmen verwies heute in einer Aussendung auf ein signifikantes Wachstum durch Akquisitionen des Vorjahres sowie auf eine starke Nachfrage und hohe Auslastung in beiden Divisionen.

"Der MM Gruppe gelang es im ersten Quartal 2022 bei den Margen nach kosteninflationsbedingtem Druck in den Vorquartalen wieder aufzuholen. Die konsequente Umsetzung notwendiger Preiserhöhungen sowie anhaltend starke Nachfrage in beiden Divisionen machten dies möglich. Der deutliche Wachstumsschub gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres resultiert vor allem aus der Einbeziehung der Anfang August letzten Jahres erworbenen Karton- und Papierwerke in Polen und Finnland sowie höheren Preisniveaus", teilte der Konzern in einer Aussendung mit.

Preiserhöhung bei Karton und Papier im zweiten Quartal

Die starke Nachfrage würde weiter anhalten. "Um die seit Jahresbeginn fortdauernde Kosteninflation zu kompensieren, wurde Anfang des zweiten Quartals eine weitere Preiserhöhung bei Karton und Papier umgesetzt", teilte Mayr-Melnhof Karton zum Ausblick mit.

Zum Krieg in der Ukraine und den Sanktionen gegen Russland hieß es, dass im Vorjahr rund neun Prozent des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in den beiden Staaten erwirtschaftet wurden. "In Russland werden an zwei Standorten, in der Ukraine an einem Standort Packaging-Produkte für tägliche Konsumgüter produziert. Der Buchwert der drei Standorte liegt insgesamt unter 100 Millionen Euro. Mit Stillständen ist weiter zu rechnen", heißt es dem Konzern zufolge. (apa)