Auch vor dem Hintergrund der zuletzt massiv gestiegenen Energiepreise hat sich der Wert der heimischen Importe im Februar 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat um ein Fünftel auf 15,81 Milliarden Euro erhöht. Besonders auffällig war der Anstieg bei den Energieimporten aus Russland, für die Österreich im Vergleich zu Februar 2021 mehr als das Dreifache an das kriegsführende Land überwies. In Summe waren das 540,5 Millionen Euro, wie aus aktuellen Daten der Statistik Austria hervorgeht.

"Im Februar 2022 hat sich der Wert österreichischer Importe um satte 21,1 Prozent erhöht, die Exporte stiegen im Jahresabstand um 14,7 Prozent. Getrieben wurde die Entwicklung unter anderem von gestiegenen Energiepreisen, die hauptverantwortlich für starke Wertzuwächse bei den Importen von Brennstoffen und Energie mit plus 149,2 Prozent waren", so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

Der Wert der Gesamtimporte betrug heuer im Februar 15,81 Milliarden Euro, die Summe der Exporte 14,61 Milliarden Euro. Unter dem Strich wies die Handelsbilanz damit ein Passivum in Höhe von 1,21 Milliarden Euro auf.

Die Ausgaben für Brennstoffe und Energie allein aus Russland beliefen sich im heurigen Februar auf rund 540,5 Millionen Euro, das war mehr als das Dreifache vom Vorjahresmonat. Im Februar 2021 waren es erst 170,9 Millionen Euro gewesen. Für Importgüter aus Russland zahlte Österreich im Februar insgesamt 596,2 Mio. Euro (plus 178 Prozent). Von Jänner bis inklusive Februar 2022 entfielen insgesamt 1,48 Milliarden Euro auf Importgüter aus Russland, wobei den überwiegenden Anteil Gas ausmachte. Das entspricht einer massiven Steigerung von rund 216 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

EU weiterhin wichtigster Handelspartner

Wichtigster Handelspartner ist nach wie vor die Europäische Union. In den EU-Raum lieferte Österreich Güter im Wert von 10,01 Milliarden Euro - gegenüber dem Februar des Vorjahres war das ein Plus von 16,8 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Importe aus den anderen Mitgliedsländern der Union um 15,3 Prozent auf 10,43 Milliarden Euro an.

Bei allen der zehn wichtigsten Importländer Österreichs zeigten sich Zuwächse. Am deutlichsten wuchsen die Importe aus Deutschland (plus 13,7 Prozent), gefolgt von der Russischen Föderation (plus 178 Prozent). Mit Ausnahme der Vereinigten Staaten (minus 2,1 Prozent) verzeichneten auch die bedeutendsten Exportpartner einen Anstieg. Bei den Ausfuhren gewann Deutschland mit plus 14,5 Prozent weiter an Bedeutung für den heimischen Außenhandel. (apa)