Zinserhöhungen und eine steigende Nachfrage nach Krediten brachten der Erste Group im ersten Halbjahr 2022 höhere Zins- und Provisionsüberschüsse sowie mehr Gewinn ein. Unterm Strich erwirtschaftete die Bank 1,14 Milliarden Euro, nach 918 Millionen Euro in der Vorjahresperiode. Für das Gesamtjahr wird ein Nettokreditwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt. Als Dividende für 2022 peilt die Bank 1,90 Euro je Aktie an.

"Die geopolitische Großwetterlage und die hohe Inflation trüben die Aussichten in Europa. Nichtsdestotrotz zeigen sich die Volkswirtschaften in der östlichen EU bis dato resilient", sagte Erste-Group-CEO Willibald Cernko am Montag laut Aussendung. So seien die Staatskassen dort solide, der Arbeitsmarkt entwickle sich positiv, und die Unternehmen seien nach wie vor investitionswillig.

Das Kreditvolumen stieg vor diesem Hintergrund im Halbjahr um 6,3 Prozent auf 191,5 Milliarden Euro an. Vor allem Immobilien- und Unternehmenskredite seien gefragt gewesen. Gemeinsam mit Zinserhöhungen in Tschechien, Ungarn und Rumänien sorgte dies für eine Steigerung beim Zinsüberschuss von 15,9 Prozent auf 2,84 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss legte um 10,5 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro zu. (apa)