Der extrem milde Oktober hat den Gasspeicherstand in Österreich auf über 90 Prozent gehievt. In vielen Haushalten, insbesondere in gut gedämmten Häusern und Wohnungen, musste im Oktober noch nicht geheizt werden. Das Ziel der Regierung, bis 1. November die Speicher auf über 80 Prozent zu füllen, wurde um mehr als 10 Prozentpunkte übertroffen.

Derzeit lagern laut AGSI-Datenbank 87,9 Terawattstunden in den österreichischen Speichern, der Jahresverbrauch liegt bei rund 90 TWh. EU-weit sind die Speicher im Schnitt zu 94 Prozent gefüllt. Die vollen Speicher sind auch ein Grund, warum der Gaspreis an der Börse zuletzt sank. Denn wenn es keine Kapazitäten zum Einspeichern mehr gibt, dämpft dies die Nachfrage.

Dem ORF-Meteorologen Marcus Wadsak zufolge war der heurige Oktober um 3,3 Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1981 bis 2010. "Durch den menschengemachten Klimawandel erleben wir immer öfter Dinge, die es so noch nie gab", schrieb Wadsak auf Facebook. (apa)