Der strauchelnde Vorarlberger Wäschekonzern Wolford beruft für 1. Dezember am Hauptsitz in Bregenz eine außerordentliche Hauptversammlung ein. Das Unternehmen will sich das Okay für eine vereinfachte Kapitalherabsetzung zur Deckung des Bilanzverlustes holen sowie für eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von bis zu 16 Millionen Euro, geht aus der HV-Einladung vom Donnerstag hervor. Damit sollen der Gesellschaft zusätzliche Eigenmittel zugeführt werden.

Wolford hat den Betriebsverlust im ersten Halbjahr 2022 um 2,1 Millionen auf 16,9 Millionen Euro ausgeweitet. Begründet wurde das mit höheren Preisen für Stoffe, Papier, Energie und Logistik sowie kollektivvertraglichen Lohnerhöhungen. Auch im Gesamtjahr 2021 hatte Wolford einen Verlust eingefahren.

Laut HV-Einladung soll der Vorstand ermächtigt werden, das Grundkapital bis einschließlich 1. Dezember 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um insgesamt höchstens 16 Millionen Euro durch Ausgabe von bis zu 3,4 Millionen Stückaktien gegen Bareinlagen oder gegen Sacheinlagen einmal oder mehrmals zu erhöhen. (apa)