Bei der Oberbank ist das Ergebnis in den ersten drei Quartalen tief abgerutscht. Wie aus einer Aussendung des regional tätigen Linzer Geldinstituts hervorgeht, schrumpfte der Nettogewinn gegenüber der gleichen Vorjahresperiode um 60,9 Prozent auf 74,1 Millionen Euro.

Hauptgrund dafür war das Beteiligungsergebnis der Bank, das stark von der Entwicklung an den Börsen abhängt und wegen der heurigen Turbulenzen in die roten Zahlen driftete. Hatte es im Vorjahr per Ende September noch positive 74,4 Millionen Euro betragen, wies es nun einen Verlust von minus 30,5 Millionen Euro aus. Die mit Abstand größte Beteiligung im Portfolio ist die Voestalpine, deren Börsenkurs heuer stark gelitten hat. An dem Stahltechnologiekonzern hält die Oberbank immerhin 5 bis 10 Prozent der Anteile.

Zins- und Provisionsergebnis gestiegen

Operativ war das Institut hingegen solide unterwegs, so stiegen Zins- und Provisionsergebnis jeweils an. Positiv war auch, dass sich das Eigenkapital im Jahresabstand um knapp 100 Millionen Euro auf den neuen Höchststand von 3,4 Milliarden Euro erhöhte. Daneben mussten allerdings die Risikovorsorgen für Problemkredite in den ersten drei Quartalen angehoben werden – um gut 37 Prozent auf 8,1 Millionen Euro.

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Wegen des unsicheren Umfelds will das zur Drei-Banken-Gruppe gehörende Finanzhaus keinen Ausblick auf das Gesamtjahr 2022 geben. In der Aussendung hieß es lediglich, dass das Management rund um Bankchef Franz Gasselsberger von einer Abschwächung der Kreditnachfrage sowie einem Ansteigen der Risikokosten ausgehe. (kle)