Die Rekordinflation bringt im kommenden Jahr auch Rekorde bei den Gehaltssteigerungen. So erhalten Bedienstete in den großen Branchen nicht unter sieben Prozent mehr. Grund dafür sind die durch diverse Krisen angeheizte Teuerung, die laut Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) im kommenden Jahr um die 6,5 Prozent betragen soll.

Zwischen 7,15 und 9,41 Prozent werden die Gehälter für Beamte und Vertragsbedienstete im Bundesdienst im kommenden Jahr steigen. Im Schnitt beträgt die Erhöhung 7,32 Prozent, das gilt auch für die Zulagen. Zudem wurden auch die Einstiegsgehälter für Beschäftigte im öffentlichen Dienst erhöht. Der Mindestlohn steigt auf 2.236 Euro brutto. Die Lehrlingsentschädigung wird stufenweise bis 2024 auf 1.050 Euro im Monat im ersten Lehrjahr angehoben.

Mindestens 7 Prozent im Handel

Die rund 430.000 Angestellten und Lehrlinge im Handel erhalten mindestens sieben Prozent bzw. mindestens 145 Euro brutto monatlich mehr. Das entspricht einer durchschnittlichen Erhöhung von rund 7,2 Prozent. Das Einstiegsgehalt wird von derzeit 1.800 Euro auf 1.945 Euro im Monat angehoben. Lehrlinge im ersten Lehrjahr erhalten künftig 800 Euro, im zweiten Lehrjahr 1.025 Euro, im dritten Lehrjahr 1.300 Euro und im vierten Lehrjahr 1.350 Euro.

Für die 130.000 Mitarbeiter der Metalltechnischen Industrie gibt es im kommenden Jahr im Schnitt eine Erhöhung der Ist-Löhne um 7,44 Prozent, wobei sich die Erhöhung aus einem Plus von 5,4 Prozent und einer monatlichen Zahlung von 75 Euro zusammensetzt. Arbeiter erhalten je nach Lohngruppe eine Ist-Erhöhung zwischen 8 und 8,9 Prozent, Angestellte von 7 Prozent. Der Mindestlohn steigt auf 2.236 Euro brutto. Die Lehrlingsentschädigung wird stufenweise bis 2024 auf 1.050 Euro im Monat im ersten Lehrjahr angehoben.

Bahn: Untere Gehälter steigen stärker

Ein sattes Gehaltsplus erhalten auch die 50.000 Bahnbediensteten. Deren Kollektivvertrag gilt für zwei Jahre und sieht mehrere Steigerungsstufen vor: Die Beschäftigten, die unterschiedlichen Dienstverträgen unterliegen, erhalten eine Erhöhung um 8 Prozent bzw. um mindestens 480 Euro monatlich mehr. Dadurch steigen die Gehälter der Bahnbediensteten durchschnittlich um 8,9 Prozent, die unteren Gehälter um 11 bis 12 Prozent. (apa)