Wien. (kle) Bei der Kommunalkredit hat die Abwertung griechischer Staatsanleihen die Bilanz zum ersten Halbjahr deutlich belastet. Ohne diesen Sondereffekt, der unterm Strich mit 31,3 Millionen Euro zu Buche schlug, hätte die Ende 2008 notverstaatlichte Bank einen Vorsteuergewinn von 32,4 Millionen geschrieben. Letzlich fiel das Ergebnis nach internationalen Bilanzierungsregeln mit etwas mehr als einer Million Euro nur knapp positiv aus. Allerdings war der Vorsteuergewinn schon im ersten Halbjahr 2010 mit 2,2 Millionen alles andere als üppig gewesen - wenn auch höher.

Die Kommunalkredit hält griechische Staatsanleihen im Nennwert von insgesamt 221,7 Millionen Euro, davon 141,7 Millionen mit Fälligkeiten bis Ende 2020. Da eine Teilnahme am Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland noch offen ist, habe man vorsorglich Abschreibungen im Ausmaß von 21 Prozent vornehmen müssen, erklärt das Institut in einer Presseaussendung. Die Abwertungen selbst seien aber kein Kapitalausfall und kein Schuldenverzicht. Nach Steuern belief sich der Halbjahresgewinn der Bank, die vor allem Kommunen finanziert, auf 0,9 Millionen Euro (nach 1,8 Millionen in der Vorjahresperiode).

KA Finanz mit Verlusten

Die als Bad Bank fungierende KA Finanz AG, in die die Kommunalkredit alle problembeladenen Wertpapiere zur Abwicklung ausgelagert hat, schrieb im Halbjahr vor Steuern 71,3 Millionen Euro Verlust. Am Paket für Griechenland beteiligt sie sich nicht. Die dortigen Außenstände betragen 818,6 Millionen Euro, auf staatlich garantierte Anleihen entfallen weitere 164,6 Millionen.