Graz/Wien. Die Einkaufsgemeinschaft Lyoness aus Graz wird von einem ehemaligen Vertriebsmitarbeiter geklagt. Der Ex-Mitarbeiter habe vor drei Jahren 10.250 Euro für sogenannte Business-Pakete sowie Beteiligungen an Werbekampagnen aufgewendet, in Summe aber nur 3540 Euro herausbekommen. Sein Mandant könne "bis heute nicht erkennen, worin die Gegenleistung liegt", sagt Anwalt Eric Breiteneder. Seiner Meinung nach handle es sich bei Lyoness um ein "pyramidenartig aufgebautes System", dessen komplizierte Kapitalflüsse nicht offengelegt würden. Die Klage wurde am Donnerstagabend in Graz eingebracht.

Man habe noch keine Information über den Inhalt der Klage, gab das Unternehmen am Freitagnachmittag bekannt. Die Anschuldigungen werden vehement zurückgewiesen. "Der Vorwurf, ein pyramidenartiges System zu betreiben, entbehrt jeder Grundlage", so Mario Kapun, Geschäftsführer der Lyoness Austria GmbH. Offenbar versuche jemand, das Unternehmen gezielt zu schädigen.