Wien. "Die Post AG ist sehr gut unterwegs", betonte Postchef Georg Pölzl bei der Präsentation der Halbjahresbilanz. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 9,1 Prozent auf 81,3 Millionen Euro, der Umsatz wuchs um 2,9 Prozent auf 1,138 Milliarden Euro.

Den größten Umsatzanstieg im ersten Halbjahr 2011 verzeichnete die Division Paket & Logistik mit 6,2 Prozent, gefolgt von der Division Brief mit 2,1 Prozent. Das EBIT im Bereich Brief verbesserte sich um 10,2 Prozent, jenes der Abteilung Paket & Logistik um 69,3 Prozent, im Sektor Filialnetz gar um 33,7 Prozent - "nicht zuletzt aufgrund der konsequent durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen", so Pölzl.

Der Postchef rechnete vor: "Von den nunmehr 1876 Geschäftsstellen werden bereits 1212 von Post-Partnern geführt, um 456 mehr als vor einem Jahr."

Das Briefvolumen ist zwar weiterhin rückläufig. Jedoch konnte der Briefpostumsatz im ersten Halbjahr stabil gehalten werden. Für das Gesamtjahr erwartet Pölzl einen stabil bis leicht wachsenden Umsatz beim Brief. Die Post AG hatte am 1. Mai die Brieftarife von gewichts- auf formatbasierend umgestellt und dabei die Preise erhöht.

786 Mitabeiter weniger

Bei den Werbesendungen gab es ein Plus von 5,6 Prozent. Im Paketsektor wurde ein Umsatzwachstum von 4,1 Prozent in Österreich verzeichnet. In Deutschland und den Benelux-Staaten gab es ein Umsatzplus von 6,6 Prozent, in Südosteuropa von 9,5 Prozent. Bei den Ergebnissen in Holland, Belgien und Deutschland gebe es aber "Baustellen", die nun die höchste Priorität hätten.

In den ersten sechs Monaten 2011 sank nicht nur die Zahl der Ämter, sondern auch die Personalkosten reduzierten sich um 6,1 Millionen Euro. Operative Einsparungen ergaben sich durch die Ausnutzung der Fluktuation im Unternehmen. "Auf vergleichbarer Basis reduzierte sich der Personalstand um 786 auf 23.250 Mitarbeiter", teilte das teilstaatliche börsenotierte Unternehmen mit.

Der Strukturwandel der Post setzt sich auch bei den Bankfilialen fort: Inzwischen habe die Post bereits 132 Standorte gemeinsam mit der BAWAG P.S.K, bis Jahresende ist eine Gesamtzahl von 350 geplant.