Wien. In der neuen EU-Finanzperiode, die mit 1. Jänner 2014 beginnt, sollen die europäischen Bauern maximal 300.000 Euro Direktzahlungen - also Geld aus der ersten Fördersäule - je Betrieb erhalten. Das geht aus den Entwürfen der Generaldirektion für Landwirtschaft, die EU-Agrar-Kommissar Dacian Ciolos untersteht, hervor.

Der Entwurf sieht weiters vor, dass die Förderungen ab 150.000 Euro stufenweise gedeckelt werden. Demnach sollen Zahlungen zwischen 150.000 und 200.000 Euro pro Jahr um 20 Prozent gekürzt werden, Zahlungen zwischen 200.000 und 250.000 um 40 Prozent und Unterstützungen zwischen 250.000 und 300.000 Euro um 70 Prozent. Ob der Deckel und die Abstufung tatsächlich kommen, ist jedoch fraglich, da sich unter anderem Deutschland, Großbritannien, Tschechien oder die Slowakei dagegen aussprechen.

Großbetriebe sind gegen Deckelung

Österreichs Bauern sind hingegen mehrheitlich für einen Deckel, ohne aber eine konkrete Summe zu nennen. Die Großbetriebe hingegen kritisieren die Zustimmung. "Für uns ist es völlig unverständlich, dass hochprofessionelle Betriebe weniger Geld erhalten sollen", meint Felix Montecuccoli, Präsident der heimischen Land- und Forstbetriebe. Das Argument, dass größere Betriebe mit ihren Fixkosten besser umgehen können, lässt Montecuccoli dabei nicht gelten. Denn auch in anderen Bereichen würden Große mehr Förderung erhalten als Kleine.