Wien. (sf) Mobiles Bezahlen und Handy-Marketing legen kräftig zu: Nach Umsatzsteigerungen von durchschnittlich 30 Prozent in den letzten Jahren erwartet Roland Tauchner, Chef der IT-Firma Dimoco, von heuer auf 2012 ein doppelt so hohes Wachstum. Für heuer peilt Tauchner 52 Millionen Euro Umsatz an, nach 44 Millionen Euro im Vorjahr (plus 38 Prozent).

Größter Treiber für mobiles Bezahlen bei Dimoco ist der Kauf von virtuellen Gütern in Internet-Spielen, der mit einem Bezahlsystem über die Handyrechnung abgewickelt wird. So können Nutzer etwa beim Facebook-Spiel Farmville ihren Bauernhof mit Gegenständen, die sie um reales Geld kaufen, erweitern.

Dimoco bietet zudem zum Beispiel Erinnerungs-SMS für Autoservices und Reparaturen sowie Kurznachrichten mit mobilen TANs als Authentifizierung für Bankkunden im Internet-Banking ab.

Kampagnen mit teuren SMS funktionieren nicht

Steigerungen verzeichnet auch das Geschäftsfeld Mobile Marketing, das vor einem Jahr in die Marke Lucy Marx ausgegliedert wurde. "Immer mehr Unternehmen integrieren Mobile Marketing in ihre Kampagnen", sagt Peter Hofbauer, Vice President Mobile Marketing von Lucy Marx.

Applikationen (Zusatzprogramme am Handy) haben Mobile Marketing zu einem Boom verholfen - auch wenn nach wie vor oft SMS zur Marketingzwecken eingesetzt werden. "SMS bewegen nach wie vor die Masse. Kampagnen, wo Konsumenten kostenpflichtige SMS schicken müssen, funktionieren aber nicht", warnt Hofbauer. Zu den Neukunden der Mobile Marketing Agentur zählen die Gewinnplattform Winpin und McDonald’s Austria.

Dimoco beschäftigt 60 Mitarbeiter und ist in 13 Märkten in Europa präsent, Töchterfirmen wurden vor kurzem in Deutschland und Serbien gegründet.