Tiefrote Zahlen prognostiziert der  japanischen Elektronikkonzern Panasonic. Für das Geschäftsjahr, das Ende März endet, rechnet das Unternehmen mit einem Verlust von umgerechnet 3,9 Milliarden Euro.

Die Zahlen kommen für viele Anleger überraschend. Bisher hatte der Hersteller von Lumix-Kameras und Viera-Fernsehern noch einen Gewinn von 280 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Panasonic setzt vor allem die schwache Nachfrage in den USA und Europa zu. Im April 2011 hatte der Konzern angekündigt, 70 Werke zu schließen und 17.000 Stellen bis März 2013 zu streichen. Nun soll der Jobabbau schon im kommenden Frühjahr kommenden Jahres erreicht werden.

Panasonic hat es sich zum Ziel gesetzt, 2012 wieder schwarze Zahlen in der angeschlagenen TV-Geräte-Sparte zu schreiben. Um das Geschäft wieder in die Spur zu bringen, nehmen die Japaner im Geschäftsjahr mehr als zwei Milliarden Euro in die Hand - deutlich mehr als bisher angekündigt. Die gesamten Restrukturierungsausgaben belaufen sich auf 4,8 Milliarden Euro.

"Wir müssen die Fernseher- und die damit verbundene Halbleiter-Sparte umbauen", kündigte Panasonic-Finanzchef Makoto Uenoyama an. Künftig will sich der Konzern nicht mehr auf Unterhaltungselektronik konzentrieren, sondern seinen Fokus auf die Energie- und Umwelttechnik legen, wo er sich bessere und sichere Geschäfte verspricht. Konkurrent Sony sucht ebenfalls nach einer Antwort auf den schwächelnden Fernseher-Absatz und kündigte an, die Sparte in drei Bereiche aufzuspalten, um diese enger führen zu können.

Der operative Gewinn von Panasonic halbierte sich im abgelaufenen Quartal auf 390 Millionen Euro. Damit übertraf der Konkurrent von Samsung und LG Electronics
zwar deutlich die eigenen Erwartungen, blieb aber hinter denen der Analysten zurück. Die Panasonic-Aktie fiel mehr als zwei Prozent. Seit Jahresbeginn gab der Börsenwert bereits um 31 Prozent nach.