Wien. (mel) Das Bedarfsflugunternehmen Jetalliance kann durchatmen: Wie Firmenchef Lukas Lichtner-Hoyer auf Anfrage der "Wiener Zeitung" erklärte, hat die Luftfahrtbehörde in Moskau eine im September verhängte Suspendierung der Fluglizenz für die russische Beteiligung Jetalliance East aufgehoben. Die Einhaltung aller luftfahrtrechtlichen Vorschriften sowie die der gesetzlich geforderten Standards sei durch die Behörde bestätigt worden. Der Flugbetrieb habe mit 27. Oktober wieder vollumfänglich aufgenommen werden können.

Grund für die Suspendierung, von der auch andere Luftfahrtanbieter betroffen gewesen sind, war ein Flugzeugabsturz bei einer russischen Airline im September, bei dem zahlreiche Menschen - darunter ein Eishockey-Team - ums Leben gekommen waren. Lichtner-Hoyer erwartet, dass Jetalliance heuer seine Planzahlen erreichen wird. Der Fortbestand bleibe aus heutiger Sicht gesichert. Im Jahresabschluss 2010 hatten die Wirtschaftsprüfer darauf verwiesen, dass "die Bilanzierung unter Annahme des Unternehmensfortbestandes" nur zulässig ist, wenn die Annahmen der damaligen Fortbestandsprognose des Vorstandes eintreffen.