Wien. Jenes Wiener Hotel, das ursprünglich von der Shangri-La-Gruppe hätte betrieben werden sollen, hat einen neuen Eigentümer. Wie die BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH am Dienstag mitteilte, wurde das Haus am Schubertring an eine "internationale Investorengruppe" verkauft - neun Monate nach dem laut BAI "vertragswidrigen Rücktritt" von Shangri-La. Wer der neue Besitzer ist und wer es künftig betreiben wird, bleibt aber vorerst noch geheim.

  Das Interesse am Hotel war laut BAI "enorm". Mehr als 60 Interessenten hätten demnach mitgeboten. Bei einer Pressekonferenz am 20. Dezember sollen sowohl der neue Eigentümer als auch der Betreiber bekanntgegeben werden. Zuletzt war medial kolportiert worden, dass die Herberge ein Ritz-Carlton-Hotel werden soll.

  Die bisher vor allem in Asien tätige Shangri-La-Kette hat im Frühjahr überraschend auf die Übernahme des fertigen Hotels verzichtet - wegen verspäteter Fertigstellung des Objekts, wie die Begründung lautete. Die BAI pocht hingegen darauf, dass das Haus übernahmefähig war. "Daher wird die BAI gegen Shangri-La gerichtlich vorgehen", wurde heute betont.