Nahrungsmittel werden immer teurer. - © APAweb / AP / Michael Probst
Nahrungsmittel werden immer teurer. - © APAweb / AP / Michael Probst

Brüssel/Wien. (apa/hes) Die Teuerung war auch im November deutlich erhöht - getrieben von hohen Rohstoffpreisen, von Energie und Lebensmitteln. Nach heimischer Berechnungsmethode betrug die jährliche Inflationsrate (VPI) - wie schon im September - 3,6 Prozent. Im Oktober war sie auf 3,4 Prozent zurückgegangen.

Nach dem harmonisierten Preisindex (HVPI), der für den europaweiten Vergleich berechnet wird, ist das Bild ähnlich: Demnach lag die Teuerung um 3,8 Prozent über dem Vorjahr - wie schon im Monat davor. In Österreich fiel der Preisschub somit stärker aus als im Euroraum (3,0 Prozent) oder in der gesamten EU (3,4 Prozent).

Die gute Nachricht: Ab Februar 2012 entspannt sich die Lage, so Josef Auer von der Statistik Austria. Dann wirkt der Preissprung des Vorjahres bei Mineralölprodukten dämpfend: Weil in diesem Zeitraum die Ausgangsbasis schon höher liegt, werden die Inflationsraten im Vorjahresvergleich moderater ausfallen.

In den aktuellen Daten ist davon aber nichts zu spüren, im Gegenteil: Die "gefühlte" Inflation, also der Preisschub, wie ihn die Konsumenten wahrnehmen, ist stärker als die Zahlen nahelegen. Die Statistiker versuchen, das mit dem Mini-Warenkorb, der den typischen Wochen-Einkauf abbildet, nachzuvollziehen. Dieser hat sich im November sogar um 6,9 Prozent im Jahresabstand verteuert. Im Oktober waren es 6,7 Prozent.

Für 2012 erwarten Experten deutlich geringere Preissteigerungen. Das Beratungsunternehmen Ernst & Young und Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer prognostizieren unabhängig voneinander einen Rückgang der Teuerung in Österreich auf 2,2 Prozent.