• vom 04.01.2012, 16:51 Uhr

Österreich

Update: 04.01.2012, 17:33 Uhr

Werbung

Die Visitenkarte aus Stoff




  • Artikel
  • Kommentare (1)
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Sophia Freynschlag

  • Arbeitskleidung in Firmenfarben: Vom Westbahn-Outfit bis zur roten Strumpfhose der AUA-Flugbegleiterinnen
  • Corporate Fashion folgt kaum Modetrends, sondern sollte zeitlos wirken.

Kleidung in den typischen Farben des Unternehmens macht Mitarbeiter rasch für Kunden erkennbar - auch bei AUA, Westbahn und Billa.

Kleidung in den typischen Farben des Unternehmens macht Mitarbeiter rasch für Kunden erkennbar - auch bei AUA, Westbahn und Billa.© Fotos:Westbahn, Austrian Airlines, Roland Unger Kleidung in den typischen Farben des Unternehmens macht Mitarbeiter rasch für Kunden erkennbar - auch bei AUA, Westbahn und Billa.© Fotos:Westbahn, Austrian Airlines, Roland Unger

Wien. "Ostblock-Charme" versprüht die Uniform der Westbahn laut Kritikern. Besonders die Kopfbedeckung - entworfen von den Grafik- und Design-Verantwortlichen der Westbahn - traf beim Start im Dezember auf geteilte Meinungen. Dass eine Arbeitskleidung solche Reaktionen hervorruft, zeigt ihre Bedeutung: Einheitliches Auftreten in den Firmenfarben und mit dem Logo und Schriftzug (Corporate Fashion) gehört zum Marketingauftritt eines Unternehmens.


"Die Mitarbeiter sind die Visitenkarte unseres Unternehmens. Mit einer Uniform werden sie auch an ausländischen Flughäfen rasch erkannt", sagt Amir Aghamiri, Head of Brand Management und Uniform Services bei Austrian Airlines (AUA). Laut Michael Peter Walter, dem Geschäftsführer von Der Walter Berufskleidung, macht es einen besseren Eindruck auf Kunden, wenn das Personal sauber und adrett gekleidet ist - egal ob im Beisl ums Eck oder im Fünf-Stern-Hotel.

Modetrend vs. Zeitlosigkeit
Weil ein Design oft mehrere Jahre lang getragen wird, sollte Arbeitskleidung zeitlos wirken. "Modetrends haben wenig Einfluss auf Corporate Fashion, weil Farbe und Design meist an das Firmenlogo angepasst werden", sagt Hans-Jörg Debortoli, Produktmanager für Corporate Fashion bei der Getzner Textil AG in Bludenz. Das Vorarlberger Unternehmen produziert unter anderem Hemden und Blusen für die Fast-Food-Kette McDonald’s.

Langfristige Modetrends halten aber auch in der Arbeitskleidung Einzug: Gab es früher oft ein Einheitshemd, so werden Blusen nun tailliert geschnitten oder mit Ziernähten versehen. Und bei der AUA zum Beispiel hat sich ein figurbetonterer Schnitt (Slim Fit) für Herren durchgesetzt.

Alltagstauglichkeit und Tragekomfort stehen im Vordergrund, weil Arbeitskleidung wesentlich öfter getragen wird als private Kleidung. Wegen der starken Beanspruchung zählt auch die Langlebigkeit: Bei der Auswahl des Stoffes kommt es zum Beispiel darauf an, ob die Mitarbeiter ihre Arbeitskleidung selber waschen oder die Reinigung von Mietwäschereien erledigt wird, die meist mit höheren Temperaturen waschen als daheim üblich.

Nicht immer ist die ursprüngliche Idee von Designern oder Werbeagenturen zu verwirklichen: Ein Firmenlogo mit vielen Farben kann beispielsweise schwer eins zu eins auf Textil gedruckt werden, und runde Abschlüsse eines Kleidungsstücks produzieren viel Stoffverschnitt und damit Mehrkosten. Und manchmal zeigt erst ein Tragetest, dass der verwendete Stoff als unangenehm empfunden wird oder man in einem Kleidungsstück stark schwitzt.

weiterlesen auf Seite 2 von 2




Schlagwörter

Werbung, Marketing, Textil, Kleidung

1 Leserkommentar




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2012-01-04 16:56:11
Letzte Änderung am 2012-01-04 17:33:43


Werbung



Firmenmonitor







Werbung