Wuppertal. (ede) "Herzlichen Glückwunsch - Sie haben mit Ihrer frauenfeindlichen Werbung eine Kundin verloren - und Sie wissen: Eine Kundin zieht 10 weitere nach sich." Postkarten mit dieser Aufschrift hat die Grüne Ratsfraktion im deutschen Wuppertal anlässlich des heutigen Internationalen Frauentags drucken lassen. Die Postkarte kann direkt an werbetreibende Firmen oder Werbeagenturen geschickt werden, um sie zur Abkehr von ihrer frauenfeindlichen Werbestrategie zu bewegen.

Geschmacklose Werbung müsse man nicht hinnehmen, menschen- und frauenverachtende schon gar nicht, so die gleichstellungspolitische Sprecherin der Partei, Gerta Siller. "Jede(r) kann etwas tun, um gegen herabwürdigende Werbekampagnen zu protestieren", schreibt Siller in einer Aussendung. Sie ist überzeugt von der Wirkung der Aktion: "Jede Werbeagentur weiß, dass sie nicht nur eine unzufriedene Kundin verliert, sondern häufig auch Menschen aus deren Umfeld, wenn diese von dem Grund der Unzufriedenheit hören."

Die ursprüngliche Idee für die Postkarte stammt von der Gleichstellungsstelle in Erfurt, sagte Fraktionsgeschäftsführerin Sylvia Meyer zur "Wiener Zeitung". 1000 Postkarten hat die Partei vorerst drucken lassen, die im Wuppertaler Rathaus darauf warten, abgeholt zu werden. Einfacher geht es übers Internet: Unter www.gruene-wuppertal.de kann man sich die Postkarte als PDF herunterladen und per E-Mail weiterschicken.

www.gruene-wuppertal.de