Wien. (ede) Der Geschäftsführer von Hutchison 3G Austria, Jan Trionow, ist guter Dinge, dass der geplante Erwerb von Orange Austria glatt über die Bühne geht. "Wir glauben, dass diese Transaktion durchgeht", sagte Trionow am Donnerstag vor Journalisten. Die Entscheidung der Wettbewerbsbehörden erwartet er Mitte des Jahres. Im Moment laufen informelle Pre-Notifikationsgespräche mit der Europäischen Kommission, der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) und der Telekom-Control-Kommission (TKK).

Der Deal, so er genehmigt wird, besteht aus zwei Teilen: "Drei" übernimmt für 1,3 Milliarden Euro sämtliche Anteile an Orange Austria, unmittelbar danach - laut Trionow noch am selben Tag - wird die Orange-Tochter Yesss! für 390 Millionen Euro an Platzhirsch A1 weiterveräußert. Platzt der Yesss!-Verkauf, dann fällt auch der Deal mit Orange ins Wasser, sagte Trionow.

Er betonte, dass "3" auch nach dem Merger mit Orange mit 22 Prozent der kleinste Anbieter am Markt bleibe. Als "Säbelrasseln" bezeichnete er die am Montag erneut geäußerten Bedenken von BWB-Chef Theodor Thanner gegen den Deal.

Bekommt "3" Orange, dann wird die nächste Mobilfunkgeneration LTE ("Long Term Evolution", 4G) in den nächsten drei bis vier Jahren bundesweit ausgerollt, kündigte Trionow an. Dazu will er die 1800er-Frequenzen von Orange nutzen und einen dreistelligen Millionenbetrag investieren.