Wien.

Die voestalpine in Linz. - © APAweb / Voest
Die voestalpine in Linz. - © APAweb / Voest
Das Linzer Stahlunternehmen voestalpine hat "als Vorsorge für allfällige Risiken im Zusammenhang mit dem Schienen-Kartellverfahren in Deutschland sowie der geplanten Stilllegung der zum Konzern gehörenden TSTG Schienentechnik GmbH & Co KG ("TSTG"), Rückstellungen in der Höhe von insgesamt 205 Millionen Euro zu bilden", teilte das Unternehmen mit.

Die Rückstellungen werde ergebniswirksam im Jahresabschluss zum 31. März 2012, hieß es in der Mitteilung weiter. Damit seien aus "heutiger Sicht sämtliche Kosten im Zusammenhang mit der Schließung der Schienenproduktion in Duisburg sowie die Risiken im Zusammenhang mit dem Kartellverfahren abgedeckt".

Die deutsche TSTG beschäftigt laut Unternehmensangaben derzeit rund 465 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 250 Millionen Euro. Der Grund für die Schließung liege "in der mangelnden Wirtschaftlichkeit des Standortes, die keine nachhaltig wettbewerbsfähige Produktion von Schienen mehr erlaubt", erklärte der Linzer Stahlkonzern. Die Schließung erfolge "vorbehaltlich der Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte der Belegschaftsvertretung frühestens zum Ende des Jahres 2012".