Wien. (apa/kle) Die heimischen Lebensversicherer werden das Sparpaket der Regierung in Form weiterer Einnahmenrückgänge zu spüren bekommen. Dies habe man heuer in den ersten beiden Monaten bereits in der gesamten Branche registrieren können. "Auch für 2012 rechnen wir mit zweistelligen Rückgängen", sagte der Chef der Vienna Insurance Group (VIG), Günter Geyer. Vor allem die Halbierung der staatlichen Förderung für die Zukunftsvorsorge kritisierte er.

Bei der Zukunftsvorsorge sinkt der Zuschuss wie berichtet von 8,5 auf 4,25 Prozent der Eigenleistung - analog zur Halbierung der Bausparprämie von 3 auf 1,5 Prozent. Beschlossen wurde dies am Mittwoch vom Nationalrat im Rahmen des Sparpakets. Für Geyer ist es "sehr problematisch", dass mit diesem Schritt vor allem der jüngeren Bevölkerung die Notwendigkeit, etwas für schwierigere Zeiten anzusparen, nicht klargemacht werde.

2011 hat die VIG ("Wiener Städtische") den Vorsteuergewinn wie geplant um zehn Prozent auf 559 Millionen Euro gesteigert. Der Nettogewinn stieg gegenüber dem Jahr davor um 7,1 Prozent auf 406,8 Millionen Euro an. In der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag kündigte Konzernchef Geyer eine höhere Dividende von 1,10 (nach 1,00) Euro je Aktie an.