Zuweilen steht Managern nach Firmenpleiten das Wasser bis zum Hals. Immer wieder aber haben sie das auch selbst zu verantworten. - © bilderbox.at
Zuweilen steht Managern nach Firmenpleiten das Wasser bis zum Hals. Immer wieder aber haben sie das auch selbst zu verantworten. - © bilderbox.at

Wien. Selbstbild und Fremdbild stimmt offenbar auch bei Managern nur selten überein: Laut einer Umfrage des Unternehmensberaters osb-inbternational sind vier von fünf Führungskräften überzeugt, für ihr Unternehmen eine klare Strategie zu haben. Anders sehen das freilich ihre Untergebenen: Nur zwei von fünf Mitarbeitern teilen diese Meinung.

  Auffallend ist das Eigenbild der Manager: 72 Prozent glauben, dass sie den größten Einfluss auf die Bewältigung potenzieller Krisen haben. Gleichzeitig wird Personalabbau als die wichtigste Vorbereitung auf Krisensituationen gesehen. Auf Schulungen und Motivation setzt hingegen nur eine kleine Minderheit (drei Prozent). Weniger als ein Viertel der Beschäftigten glaubt allerdings daran, dass das heurige Jahr ökonomisch erfolgreich wird.

Kommunikation überlagert Vorbildwirkung
Laut dem Hernstein Management Report, einer Erhebung der Österreichischen Gesellschaft für Marketing, sehen sich die Führungskräfte übrigens primär als Kommunikator: Demnach sind 60 Prozent davon überzeugt, dass diese Rolle ihre wichtigste Funktion sei, während Vorbildwirkung (43 Prozent) oder gar Visionäres (12 Prozent) nur Nebenaufgaben wären. "Es wundert nicht, dass Führungskräfte die Rolle des Kommunikators verstärkt hervorheben. In Zeiten, in denen die Geschäftsentwicklung sehr dynamisch ist und ein Changeprozess dem anderen folgt, ist Kommunikation extrem wichtig. Es geht ja schließlich auch darum, Vorstände, Kollegen Mitarbeiter für eine gemeinsame Sache zu gewinnen", wird Hernstein-Geschäftsführerin Katharina Lichtmannegger in einer Aussendung zitiert.

Das Fremdbild, das die Mitarbeiter in diesem Zusammenhang von ihren Vorgesetzten haben, wurde in dieser Erhebung allerdings nicht abfragt.