Wien. (kmö) Das Wiener Bordell Goldentime hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Vor zwei Jahren hat der Betriebswirt Alexander Gerhardinger das Buch "Pufferzone" herausgebracht, indem er eine Anleitung gibt, wie man ein Bordell betreibt. Denn nach der sogenannten "Sauna-Affäre" um das Wiener Goldentime und dem Tod des Patrons übernahm Gerhardinger das Rotlicht-Etablissement in der Wiener Südosttangente. Heute hat der Sauna-Club laut Gerhardinger mit der Reichel Unternehmensbeteiligung GmbH einen neuen Betreiber. Er selbst sei nur noch Angestellter und scheide Ende des Jahres aus dem Betrieb aus.

Mangels Kostendeckung keine Konkurseröffnung

Aus ist es seit dieser Woche laut KSV1870 mit der "Goldentime Betriebs GmbH", die am 2. Mai 2012 in "GT Betriebs GmbH" umbenannt wurde. "Das Insolvenzverfahren wird mangels Kostendeckung nicht eröffnet", lautet der Beschluss des Konkursgerichts Wien unter der Aktenzahl 2 Se 328/11i." "Der Schuldner ist zahlungsunfähig." Das heißt: Nicht einmal 4000 Euro konnten aufgebracht werden, um die Konkurseröffnungskosten abzudecken.

Dabei ist Alexander Gerhardinger weiter Alleingesellschafter, nur die Geschäftsführung hat er anfang März dieses Jahres an den Ex-Trafikanten Christian Haas abgetreten - anscheinend zur "Abwicklung" der GmbH. Haas scheint als Geschäftsführer mehrerer Pleitefirmen im Handelsregister auf.

"Eigentlich war die Gesellschaft stillgelegt"

"Ich habe das am Dienstag erstmals gehört, ich wusste es selber nicht, eigentlich war die Gesellschaft stillgelegt", sagt Gerhardinger zur "Wiener Zeitung". "Das wäre der Mantel gewesen, mit dem man im Zusammenhang mit dem Börsegang gearbeitet hätte." Es blieb bei der Idee.