Wien. (sf) Die Östereicher haben zwischen Mai 2011 und April 2012 Waren im Wert 5,8 Milliarden Euro in Online-Shops, über Versandkataloge und via Teleshopping gekauft. Das sind neun Prozent mehr als im Jahr 2010. "Jeder siebente Euro im Einzelhandel wird mittlerweile im Versandhandel ausgegeben", sagt Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung von Otto Österreich. Nur im Lebensmittelhandel würden Onlineshops noch keine nennenswerten Umsätze erzielen.

Die Zahl der Käufer stieg um 14 Prozent auf 4,7 Milliarden, wie eine Studie der KMU Forschung Austria ergeben hat. Damit haben rund zwei Drittel der Österreicher ab 15 Jahren zumindest einmal im Versandhandel bestellt.

Jeder zehnte Besitzer eines Smartphones bestellt damit


Von den 35 Prozent der Österreicher, die ein Smartphone besitzen, kauft jeder Zehnte damit ein. "Einkaufen über das Handy wird zu einer Explosion im Versandhandel führen", ist Gutschi überzeugt. Dennoch werde der Papier-Katalog, wenn auch dünner, bestehen bleiben. Immer mehr internationale Anbieter, aber auch Einzelhändler mit Filialen eröffnen Onlineshops, mehr als 7000 versenden nach Österreich. Als Folge erwartet Gutschi, dass "die Quadratmeterflächen der Geschäfte im stationären Handel zurückgehen". Der Strukturwandel sei "voll im Gange".