Wien.

Österreich hat im vergangenen Jahr wieder mehr Waren importiert als exportiert. Dadurch weitete sich das Außenhandelsdefizit von 4,28 Milliarden auf 9,23 Milliarden Euro aus. Die Verdoppelung im Vorjahr sei zum Großteil auf den Anstieg der Einfuhren von Rohstoffen, Brennstoffen und Energie zurückzuführen, teilte die Statistik Austria am Freitag bei der Veröffentlichung der endgültigen Zahlen mit.

Mit einem Exportanteil von fast einem Drittel war Deutschland erneut Österreichs wichtigster Handelspartner. Österreich exportierte im Jahr 2011 Waren im Wert von 38,04 Milliarden Euro (plus 10,2 Prozent) nach Deutschland - hauptsächlich Maschinen und Fahrzeuge. Die Importe aus dem Nachbarland stiegen um 11,6 Prozent auf 50,05 Milliarden Euro. Österreich bezieht größtenteils Maschinen und Fahrzeuge aus Deutschland.

Auf Platz zwei lag - mit großem Abstand zu Deutschland - Italien. Die Ausfuhren in das südliche Nachbarland stiegen um neun Prozent auf 9,35 Milliarden Euro. Dem standen 8,53 Milliarden Euro an Einfuhren (plus elf Prozent) gegenüber.

Insgesamt stiegen die Exporte Österreichs im Vorjahr um 11,3 Prozent auf 121,77 Milliarden Euro und die Importe um 15,3 Prozent auf 131,01 Milliarden Euro.

Laut den heimischen Wirtschaftsforschern kommt es heuer zu einer Abschwächung des Wachstums sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen.

Headhunting in Madrid


Unterdessen hat die Außenwirtschaft Austria (vormals Außenwirtschaft Österreich) der Wirtschaftskammer Österreich begonnen, im Ausland Fachkräfte zu rekrutieren. Zwölf Unternehmen aus Vorarlberg, Salzburg und Tirol trafen in der vergangenen Woche in Madrid mehr als hundert spanische Fachkräfte zu Bewerbungsgesprächen. Sie konnten in einer Vorauswahl aus über 2000 Kandidaten wählen. Es werden Jobs in verschiedenen Fachrichtungen - vom Software-Entwickler bis hin zum Mechatronik-Ingenieur - vergeben.