Wien. (apa/sf) Nur jede zweite Innovation schafft den Schritt auf den Markt. Beim Überwinden des "Todestals" zwischen Forschungsförderung und Markteinstieg soll eine neue Förderung für junge, innovative Unternehmen helfen. Ab September wird die Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Auftrag des Infrastrukturministeriums unter dem Titel "Markt Start" Start-Ups Darlehen bis zu einer Million Euro mit einer Verzinsung von derzeit einem Prozent zur Verfügung stellen, gab Infrastrukturministerin Doris Bures am Montag bekannt.

Wenn es darum gehe, ein Produkt zur Serienreife zu entwickeln und am Markt zu etablieren, gebe es ein "Marktversagen", wie Wolfram Krendlesberger von Heliovis erklärte, das Systeme zur Konzentration des Sonnenlichts für große Solarkraftwerke entwickelt. "In dieser heiklen Frühphase stehen Gründer alleine da", es gebe in dieser Phase so gut wie kein Risikokapital in Österreich.

Ziel ist laut Bures, in fünf Jahren den Anteil der Unternehmen, die den Markteintritt mit innovativen Produkten schaffen, von derzeit 50 auf 80 Prozent zu steigern. Zudem sollen innerhalb eines Jahrzehnts 1000 hochqualifizierte Arbeitsplätze in den Unternehmen geschaffen werden.

Das Darlehen ist nur Betrieben zugänglich, die bereits durch das Infrastrukturministerium bzw. die FFG in ihrer Forschung unterstützt wurden. Es werden keine Besicherungen verlangt. Das Geld dafür kommt aus Rückflüssen von Forschungsdarlehen der FFG.