Wien. (sf) Für die berufliche Kommunikation über Social Media existieren in vielen österreichischen Unternehmen noch keine Richtlinien, wie eine Umfrage der Vereinigung Projekt Management Austria (pma) unter 500 Projektmanagern ergeben hat. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, dass es in ihrer Firmen keine Social-Media-Guidelines gibt. 15,2 Prozent wissen nicht, ob solche Vorgaben existieren. 39 Prozent der Projektmanager arbeiten in Firmen, die Richtlinien veröffentlicht haben.

Brigitte Schaden, Vorstandsvorsitzende von pma, hält die Erstellung von Social-Media-Richtlinien für ausgesprochen wichtig: "Ebenso aber, dass diese Guidelines auch regelmäßig kommunizieren werden, damit sie den Mitarbeitern bekannt sind und in Erinnerung bleiben."

Xing ist beliebtestes Netzwerk


Fast ein Viertel der Umfrageteilnehmer kommuniziert über Social Media mit Projektmitarbeitern und Communities. Der pma warnt aber, dass beispielsweise durch Facebook-Kommentare von Teammitgliedern in Minutenschnelle Insiderwissen an eine breite Öffentlichkeit gelangen kann.

Mehr als drei Viertel der Befragten nutzen soziale Netzwerke - die meisten davon auch beruflich, wobei hier Xing, LinkedIn, Facebook und Twitter die beliebtesten Webseiten sind. Im Gegensatz zu den privaten Profilen werden die beruflichen Accounts deutlich seltener aktualisiert.

Der Projektmanagement-Kongress pma focus "Can media be social? Projektmanagement in Zeiten von digital natives und digital immigrants" findet am 17./18. Oktober 2012 im Austria Center Vienna statt. Infos: www.p-m-a.at/focus