Neckermann Österreich (im Bild die Zentrale in Graz) wurde vorerst gerettet - 120 der rund 280 Arbeitsplätze allerdings nicht. - © APAweb/Markus Leodolter
Neckermann Österreich (im Bild die Zentrale in Graz) wurde vorerst gerettet - 120 der rund 280 Arbeitsplätze allerdings nicht. - © APAweb/Markus Leodolter

Graz. In Sachen Sanierung der insolventen Neckermann Versand Österreich (NVÖ) ist in der Gläubigerausschusssitzung am Donnerstagabend erstmals der Name des potenziellen Investors gefallen: Die TopAgers AG mit Sitz in Langenfeld im Rheinland, Muttergesellschaft der Eurotops Versand GmbH, will NVÖ übernehmen und hat laut Masseverwalter ein konkretes Angebot gelegt. Die Zustimmung der Banken und der Gläubiger ist allerdings noch ausständig.

Laut den Masseverwaltern Norbert Scherbaum und Clemens Jaufer ist TopAgers mit dem Tochterunternehmen Eurotops Versand GmbH europaweit erfolgreich im Versandhandel tätig. Scherbaum sei ermächtigt worden - vorbehaltlich der endgültigen Genehmigung durch das Insolvenzgericht – das Anbot anzunehmen.

Vorgesehen ist eine Übernahme der Aktien von NVÖ und die Finanzierung einer Sanierungsplanquote von 20 Prozent, zahlbar binnen 14 Tagen, sowie weiterer fünf Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans. Im Übernahmeangebot ist die Absicht festgeschrieben, einen wesentlichen Teil der rund 300 Grazer Arbeitsplätze zu erhalten.

In der für den 26. November anberaumten Sanierungsplantagsatzung wird von den Gläubigern über den von der Schuldnerin angebotenen Sanierungsplan mit einer Gesamtquote von 25 Prozent abgestimmt werden.