Wien. Die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur ÖBFA, das Schatzamt der Republik Österreich, hat ihren Finanzierungsplan für das nächste Jahr bekanntgegeben. Demnach ist vorgesehen, auch 2013 wieder zwischen 27 und 30 Milliarden Euro an den Finanzmärkten einzusammeln. Ungewöhnlich ist lediglich der Termin für den Verkauf neuer Staatsanleihen: Während in der Vergangenheit diese sogenannte syndizierte Emission, die unter Einbindung eines Bankenkonsortiums erfolgt, üblicherweise gegen Jahresbeginn durchgeführt wurde, soll sie 2013 erst in der zweiten Jahreshälfte erfolgen.

"Es stimmt, dass wir in der Vergangenheit oft im Jänner aktiv wurden, aber 2013 könnte dies tatsächlich anders sein", sagt ÖBFA-Chefin Martha Oberndorfer laut der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Der Grund dafür ist lauf Oberndorfer eine statt wie üblicherweise im ersten Quartal nun in der zweiten Jahreshälfte anstehende Rückzahlungswelle.

Mit Bundesanleihen will die ÖBFA im nächsten Jahr 20 bis 24 Milliarden Euro einsammeln - für das laufende Jahr geht man von einem Wert von 22 Milliarden aus. In Verbindung mit Schatzscheinen und anderen Schuldverschreibungen soll die Republik insgesamt 27 bis 30 Milliarden Euro aufnehmen, der in diesem Jahr erwartete Wert von 28 Milliarden Euro - eine Auktion ist im Dezember noch ausständig - dürfte damit nicht wesentlich übertroffen werden.

Als günstig erwies sich für die Republik zuletzt die Zinsentwicklung: Der Risikoaufschlag für zehnjährige österreichische Staatsanleihen im Vergleich zu entsprechenden deutschen Titeln sank um 0,43 Prozent.