Aktuell kreisen Hubmanns Gedanken aber rund um den Umgang mit dem männlichen Nachwuchs seiner Hühner. "Das ist ganz sicher eine der heikelsten Fragen der Hühnerhaltung, und die dahinterstehende Problematik ist vielen gar nicht bewusst", sagt der Pionier in Sachen Freilandhaltung. Jährlich werden nämlich Millionen männliche Küken gleich nach dem Schlüpfen getötet, da nur die Legehennen von wirtschaftlicher Bedeutung sind.

Auch Hähne dürfen leben

Ein nachhaltiges Unternehmen wie Toni’s muss sich auch solchen Fragen stellen. "Das sind wir unseren Tieren, unseren Konsumenten und der Gesellschaft einfach schuldig", sagt Hubmann. Seit dem Frühjahr 2012 dürfen sich in seinem Betrieb in Glein bei Knittelfeld nun auch Hähne tummeln. Hubmann: "Das sind die Brüder unserer Legehennen, die sich hervorragend für die Junghahn-Mast eignen." Verkauft wird derzeit nur ab Hof. Rund 1000 Hähne wurden 2012 an private Kunden und die Gastronomie geliefert. Künftig will Hubmann bis zu 10.000 Hähne mästen. Er sieht darin "einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung eines anständigen Umganges mit den Tieren".

Dieses Prinzip hat sich mittlerweile auch in Deutschland herumgesprochen. "Nachdem wir seit zehn Jahren Edeka beliefern, haben wir jetzt in Bayern auch Rewe als neuen Kunden gewinnen können", freut sich Hubmann, der neben den Eiern auch Schafmilch, Ziegenjoghurt und Eierlikör im Angebot hat. Der Tierschutzgedanke sei in Deutschland, nicht zuletzt wegen der vielen Lebensmittelskandale, auf dem Vormarsch, ist Hubmann überzeugt.

Nach einer Expansion seines Unternehmens steht dem Knittelfelder Unternehmer dennoch nicht der Sinn: "Wir bauen lieber unser Qualität weiter aus." Nachhaltig versteht sich.