Wien. (sf/apa) Nach einem leichten Rückgang 2011 ist der Umsatz mit Bio-Frischeprodukten im Vorjahr um 8,5 Prozent auf 331,3 Millionen Euro gestiegen. Dafür verantwortlich waren steigende Nahrungsmittelpreise sowie höherwertige Produkte. Der Absatz von Bio-Frischwaren (exklusive Brot) im heimischen Lebensmittelhandel erhöhte sich um 1,7 Prozent auf 111,703 Tonnen.

Die schwache Wirtschaftsentwicklung habe den Bioabsatz belastet, sagte Barbara Köcher-Schulz von der AMA Marketing bei der Biofachmesse in Nürnberg. Im Lebensmittelhandel sei eine "gewisse Sättigung" bei Bio-Nahrungsmitteln eingetreten. Wachstum werde es nur mehr in "kleinen Schritten" geben, erwartet Köcher-Schulz.

Rund sieben Prozent aller frischen Lebensmittel werden in Bio-Qualität gekauft. Den höchsten Bio-Anteil gibt es bei Eiern, während es bei Wurst und Schinken sowie Fleisch und Geflügel aufgrund des Preisunterschiedes zu konventionellen Produkten weiterhin den geringsten Anteil gibt. Am meisten Geld gaben die Österreicher für Bio-Milch aus, gefolgt von Eiern, Joghurt sowie Hart- und Schnittkäse.

Große Hoffnungen setzen die heimischen Bio-Bauern in die neue EU-Förderperiode 2014 bis 2020. Bio-Austria-Chef Rudi Vierbauch rechnet bei einer ausreichenden Dotierung des Agrar-Umweltprogramms, dass sich die Zahl der heimischen Biobauern auf mehr als 40.0000 verdoppeln könnte.