Wien. (sf) Die Sportartikelbranche befindet sich im Umbruch: "Der Umsatz mit Skiern ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen", sagt Alfred Eichblatt, Geschäftsführer des Sportartikelhändlers Hervis. "Ich lasse mir die Branche nicht krankreden", reagiert Eichblatt darauf, dass die Branche zuletzt eher mit Finanzproblemen Schlagzeilen machte. Mitbewerber Sport Eybl & Sports Experts braucht zum Überleben einen neuen Eigentümer. Vorstand Rolf Frischknecht wird durch Hubert Schenk und Mike Weccardt ersetzt. Schenk kommt von Billa, Weccart ist seit Mitte 2012 im Unternehmen.

Mit Partnerschaften versuchen Händler wie Sport 2000 und Gigasport, bessere Einkaufskonditionen zu bekommen. Hervis, eine Tochter der Salzburger Spar-Gruppe, kooperiert seit dem Vorjahr über das Joint Venture STMI mit den französischen Partnern GO Sport und Twinner im Einkauf.

Viele Sporthändler wagen sich zögernd an den Verkauf über das Internet Hervis bietet derzeit nur ausgewählte Produkte online an. Gleichzeitig werden neue Standorte eröffnet: "Wir werden keine Abstriche bei unserer Expansion machen", sagt Eichblatt.

In Österreich sollen heuer zu den 76 Geschäften vier dazukommen. Im Ausland hält Hervis bei 97 Standorten. Der Umsatz lag im Vorjahr bei 441 Millionen Euro - währungsbedingt blieb "ein kleines Minus". In allen sieben Ländern, in denen Hervis vertreten ist, wurden Gewinne gemacht - außer in Ungarn, wo seit 2009 die Krisensteuer für Verluste sorgt. Da die Steuer heuer nicht mehr anfällt, will Hervis das Ergebnis in Ungarn ins Positive drehen.