Wien. (sf) Der Einzelhändler Billa richtet in seinen Filialen ein "Regional Regal" ein und will damit den Hofladen in den Supermarkt holen. 205 Lebensmittelhersteller, darunter viele Familienbetriebe, beliefern Billa mit insgesamt tausend Produkten. "Wir bieten lokale Spezialitäten an, die es normalerweise nur auf Bauernmärkten oder ab Hof zu kaufen gibt", sagte Volker Hornsteiner am Montag vor Journalisten.

Dafür wurde Österreich in 25 Regionen aufgeteilt und regionale Lieferanten gesucht, deren Öle, Chutneys, Nudeln und Gewürze nun erhältlich sind. In Wien gibt es als "Best of" 60 Produkte aus den 25 Regionen zu kaufen. Verkauft werden allerdings nur Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen. Bis Mitte Mai sollen 90 Prozent der 1000 Billa-Geschäfte mit dem Regal ausgestattet sein. Bei Filialen, die vor einer Sanierung stehen, dauert es länger; kleine Läden erhalten kein "Regional-Regal".

Lebensmittelhandel zu Jahresbeginn mit Umsatzplus


Im ersten Quartal hat der Handel mit Lebensmittel, Getränken und Tabakwaren real um 0,7 Prozent zugelegt. Im März wurden ein reales Umsatzplus von 1,7 Prozent und ein nomineller Anstieg von 4,4 Prozent verzeichnet, wie die Statistik Austria mitteilte.

Damit entwickelte sich der Lebensmittelhandel im Gegensatz zum gesamten Einzelhandel positiv. Österreichs Einzelhandel hat im ersten Quartal real um 1,4 Prozent weniger umgesetzt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im März war das Umsatzminus mit real 2,0 Prozent noch stärker. Im März habe es jedoch einen Einkaufstag weniger gegeben als im Jahr davor, teilte die Statistik Austria mit. Im März habe offensichtlich die schlechte Witterung zu einem verhaltenen Konsum im gesamten Ostergeschäft geführt: So schrumpfte etwa der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln im Jahresabstand real um 4,7 und nominell um 3,2 Prozent.