Wien. (kle/apa) Österreichs Luftfahrt hat ein hartes Jahr hinter sich: Die Zahl der Flugbewegungen (Starts und Landungen) sank um 1,8 Prozent auf 1,14 Millionen. Dass die Airline-Branche unter Druck steht, spiegelt sich auch im aktuellen Geschäftsbericht der Austro Control. Zwar fiel der Umsatz nur geringfügig von 237 auf 236 Millionen Euro, allerdings lag er damit um zehn Millionen unter der Erwartung des Managements. "Es war ein schwieriges Jahr", resümierte Austro-Control Vorstand Heinz Sommerbauer am Dienstag in der Bilanzpressekonferenz.

Auf allen heimischen Flughäfen sank die Zahl der Landungen. In Klagenfurt (minus 12,9 Prozent), Innsbruck (minus 12,1 Prozent) und Salzburg (minus 8,4 Prozent) waren die Rückgänge im abgelaufenen Jahr besonders stark, in Wien (minus 0,9 Prozent) am geringsten.

Ob die beiden Flughäfen Klagenfurt und Innsbruck wirtschaftlich noch sinnvoll für die Austro Control sind, wollte Sommerbauer nicht sagen: "Das ist Sache der Länder und der Eigentümer. Wir sind rechtlich verpflichtet, dort präsent zu sein."

Der Vorsteuergewinn der Austro Control sank 2012 von 11,8 auf 9,5 Millionen Euro. Der Nettogewinn fiel von 9,2 auf 7,6 Millionen Euro. Sommerbauer führt diesen Rückgang auf das wirtschaftliche Umfeld zurück, aber auch auf die Sparmaßnahmen etwa bei der AUA und ihrem Mutterkonzern Lufthansa.

Weniger Verwaltungsjobs


Nun gelte es, die Kosten zu reduzieren, so Sommerbauer. Sparen wolle man vor allem dort, wo zwei Drittel des Aufwandes entstehen: beim Personal. Bis 2019 soll der Beschäftigtenstand in der Verwaltung (nicht aber bei den Fluglotsen ) um 20 Prozent gesenkt werden. Das entspricht laut Sommerbauer 20 bis 30 Mitarbeitern, wobei die natürliche Fluktuation genützt werden soll. Insgesamt hat die Austro Control gut 1000 Mitarbeiter, davon 300 Fluglotsen.