Wien. (sf) Pflanzen sorgen nicht nur für einen Farbtupfer im Büro und verbessern damit das Wohlbefinden, sie sind auch natürliche Luftbefeuchter und reduzieren Staub. "Räume mit Pflanzen wirken frisch und angenehm, außerdem mindern sie Stress", sagt Manuela Lanzinger von "Die Umweltberatung", die Betriebe bei der Begrünung von Büros berät.

Ideal fürs Büro sind robuste und pflegeleichte Pflanzen. In Unternehmen passiere es nämlich häufig, dass Pflanzen von allen Kollegen gegossen werden, oder im Gegensatz dazu auf das Gießen vergessen wird. Der Standort - am Boden, am Fensterbrett, am Schreibtisch oder Regal - entscheidet, welche Pflanzen in Frage kommen.

Duft verursacht Kopfweh

Eine typische Büropflanze ist das Einblatt, das die Luft reinigt, oder die Grünlilie. Auch Palmlilien (Yucca) oder Philodendron fühlen sich im Büro zuhause, ebenso wie Orchideen. Aufpassen heißt es hingegen bei der Birkenfeige (Ficus benjamina): "Auf diese Pflanze reagieren besonders Latexallergiker empfindlich", warnt Lanzinger. Sind unter den Kollegen Pollenallergiker, sollte auf blühende Pflanzen verzichtet werden. Nicht fürs Büro geeignet sind stark duftende Arten wie Jasmin, die Kopfschmerzen verursachen können.

Größere Unternehmen beauftragen oft professionelle Innenraumbegrüner mit der Gestaltung und Pflege der Pflanzen. Kümmern sich die Mitarbeiter ums Gießen und Düngen, sollte vereinbart werden, wer dafür zuständig ist. Auch in Betriebsferien muss jemand die Pflege übernehmen.

In Räumen mit viel Kundenverkehr sollten Pflanzen außerdem so aufgestellt werden, dass sie kein Hindernis darstellen - mit Rücksicht auf blinde und gehbehinderte Menschen.