Wien. Die seit April 2012 teilstaatliche österreichische Volksbanken AG (ÖVAG) hat im ersten Halbjahr 2013 netto 87 Millionen Euro Verlust geschrieben. Im ersten Halbjahr 2012 hatten hohe Buchgewinne für leicht schwarze Zahlen gesorgt.

Die Bank ist in einem umfassenden Abbau- und Restrukturierungsprozess. Sie wird auch im Gesamtjahr 2013 "deutlich negativ" abschließen, wurde am Donnerstag bekräftigt. Vor dem Verkauf steht die internationale Leasing-Gruppe, ebenso die Tochter in Malta.

Die rumänische Tochterbank, die vom Verkauf des Ostbanken-Netzes an die russische Sberbank ausgespart blieb, muss rekapitalisiert werden. 120 Millionen Euro müssen die Aktionäre im zweiten Halbjahr einschießen, auf die ÖVAG entfallen für den durchgerechnet 51-prozentigen Anteil an der Volksbank Romania S.A. 60 Millionen.

Für diese Summe musste die ÖVAG in ihrem eigenen Zwischenabschluss zum ersten Halbjahr 2013 bereits eine Vorsorge von 60 Millionen Euro einstellen. Der Buchwert der VB Romania wurde von der ÖVAG schon 2011 zur Gänze abgeschrieben. Die aushaftenden Refinanzierungen der ÖVAG gegenüber der Rumänien-Bank werden per Ende Juni mit 1,1 Milliarden Euro beziffert, wieweit hier noch wertberichtigt werden muss, hängt vom weiteren Umfeld ab.