Wien. (kle/apa) Die Bawag rollt ihr Sparprogramm weiter aus und streicht zusätzliche Arbeitsplätze. Aktuell würden im Call Center 52 Jobs abgebaut, berichtet die Wiener Tageszeitung "Der Standard". Im Laufe des Jahres 2014 stehe dann eine "große Welle" an. Die Bawag wies am Mittwoch den kolportierten Abbau von 700 Mitarbeitern im 1. Quartal 2014 zurück. "Das Sparprogramm Bolero endet Anfang 2014", sagte Bawag-Chef Byron Haynes.

Zum laufenden Jobabbau im zweiten Halbjahr 2013 will die Bawag keine Zahlen veröffentlichen. "90 Prozent der Mitarbeiter wurden schon informiert", so Haynes. Teile des Call-Centers werden per Jahresende nach Graz ausgelagert. Den 52 betroffenen Mitarbeiter wird laut Haynes ein Job innerhalb der Bawag angeboten werden. Vom Abbau betroffene Mitarbeiter, die nicht in Filialen wechseln können, sollen gemäß Sozialplan abgefertigt werden. Personen, die älter als 50 Jahre sind, könnten in Abfertigungsprogramme eintreten.

Das Sparprogramm "Bolero" läuft seit 2010. Seit Ende 2010 hat die Bank laut Haynes die Netto-Mitarbeiterzahl von 4150 um 310 auf 3840 Beschäftigte per Ende Juni gesenkt.

Um die Bawag ranken sich unterdessen Verkaufsgerüchte, demnach prüft der US-Hauptaktionär Cerberus den Ausstieg, wie die "Wiener Zeitung" zuletzt exklusiv berichtete. Für die Käufersuche seien bereits Investmentbanken engagiert worden - die Deutsche Bank und Goldman Sachs.