Wien. Ohne die Problemfälle Rumänien und Italien ist die Vienna Insurance Group (VIG) im In- und Ausland gut unterwegs. Der Weg, sich auf CEE zu konzentrieren sei richtig, betonte Konzernchef Peter Hagen am Donnerstag, "Ausflüge wie Italien nicht". Wegen zweistelliger Millionenverluste ist in beiden Ländern das Auto-Geschäft zu sanieren. Im VIG-Konzernvorstand gehen wegen der Probleme zwei Top-Manager. VIG-Vorstand Franz Kosyna (59) - Donau-Chef von Juli 2009 bis Mai 2012 - scheidet vorzeitig mit Ende 2013 aus, er war im Konzernvorstand seit Juni 2012 Generaldirektor-Stellvertreter, sein Vertrag wäre noch bis Mitte 2018 gelaufen. Roland Gröll (48) legt sein Vize-Vorstandsmandat zurück, bleibt aber Leiter des Rechnungswesens und soll sogar noch andere, neue Führungsfunktionen erhalten.

Zwei Länder belasten


das Ergebnis


In Italien erwartet Hagen im Gesamtjahr 2013 einen Verlust "im hohen zweistelligen Millionen-Bereich". Man ergreife dort "sehr vielfältige Maßnahmen", konzentriere sich regional auf Norditalien und zeichne neue Kfz-Haftpflicht-Polizzen nur noch zusammen mit Nicht-Auto-Verträgen. In Rumänien, wo die VIG ebenfalls mit zweistelligen Millionen-Verlusten im Autogeschäft kämpft, wurden Manager ausgetauscht und eine Task Force unter Einbeziehung von KPMG-Experten eingesetzt. Für das CEE-Land sei das Ziel, "eine gesunde Basis für 2014" zu legen.

Ohne belastende Sondereffekte aus Rumänien und Italien wäre der VIG-Vorsteuergewinn, der bis September um 28,8 Prozent auf 315,9 Millionen Euro absackte, um 3,3 Prozent auf 458 Millionen Euro gestiegen, rechnete der Versicherungskonzern vor. Zudem habe das 3. Quartal selbst eine Verbesserung auf 110 Millionen Euro gezeigt, gegenüber 46 Millionen Euro im Vorquartal.

Der VIG-Konzern beschäftigte in den ersten drei Quartalen 23.124 Mitarbeiter, um 962 weniger als 2012. Dieser Rückgang ist primär auf die Entwicklung in Rumänien zurückzuführen.