Wien. (apa/kle) Die Belegschaftsvertreter der teilstaatlichen Telekom Austria haben sich am Mittwoch in einer Betriebsversammlung mit rund 2000 Teilnehmern für die nächste Verhandlungsrunde am Donnerstag in Stellung gebracht. Knackpunkt sind die Beamten. Das Telekom-Management will deren Gehaltsabschluss von dem der Angestellten abkoppeln, laut Betriebsrat sind auch Zulagen in Frage gestellt worden.

Bei den seit Dezember stockenden Verhandlungen spießt es sich vor allem bei den rund 5000 Beamten. Mitte Dezember wurden die Verhandlungen unterbrochen. Zuletzt bot das Unternehmen ein Gehaltsplus von 0,7 Prozent. Dem Betriebsrat geht es aber um mehr - nämlich darum, dass Zulagen, die seit 13 Jahren nicht mehr erhöht worden seien, in die Gehälter übertragen und so abgesichert werden. Dann wäre Telekom-Betriebsratschef Walter Hotz auch zum getrennten Abschluss bei Beamten und Angestellten bereit.

Indes deutet bei den fast 4100 Telekom-Angestellten alles auf eine Gehaltserhöhung über der Inflation hin. Auch vom Vorstand hieß es, man biete ein Plus, das "gleich hoch wie der heurige Abschluss für die Angestellten der Mitbewerber" sei - was 2,3 Prozent wären.

Neue Eigentümerstruktur?


Hotz geht fix davon aus, dass sich die Eigentümerstruktur des börsennotierten Konzerns heuer verschieben wird. Börsianer spekulieren, dass der mexikanische Großaktionär Carlos Slim, der rund ein Viertel der Aktien hält, zukaufen könnte. Hotz verlangte, dass die Staatsholding ÖIAG einen "beherrschenden Einfluss" behält, also nur bis zur Sperrminorität (25 Prozent plus eine Aktie) verkauft.