Wien. (kle) Obwohl es heuer mit der europäischen Konjunktur wieder einigermaßen aufwärts gehen sollte, rechnet der heimische Baukonzern Strabag nicht damit, dass das auch auf sein Geschäft durchschlägt. Für 2014 stellte Konzernchef Thomas Birtel am Montag lediglich eine gleich bleibende Bauleistung von 13,6 Milliarden Euro und einen stabilen Betriebsgewinn (Ebit) in Höhe von zumindest 260 Millionen Euro in Aussicht.

Zum einen sieht sich die Strabag höherem Preisdruck im europäischen Infrastrukturbau gegenüber, zum anderen registriert der Konzern "weiterhin solide Bedingungen" im privaten Hochbau.

Jedenfalls sind die Auftragsbücher so weit gefüllt, dass ungefähr eine Jahresleistung abgedeckt ist, wie die Strabag in einer Aussendung mitteilte. Ende 2013 lag der Auftragsbestand bei 13,5 Milliarden Euro (ein Plus von zwei Prozent im Jahresabstand). Während man Großprojekte wie das Olympische Dorf im russischen Sotchi und Aufträge in Benelux noch im Vorjahr abgearbeitet habe, hätten etliche neue Hochbauaufträge aus Deutschland den Auftragsbestand um mehr als 500 Millionen Euro "bereichert", wie es hieß.

Gewinnsteigerung 2013

Neben ihren Prognosen für heuer gab die Strabag am Montag auch erste Zahlen für 2013 bekannt. So fiel die Bauleistung im Vergleich zum Jahr davor um drei Prozent auf 13,6 Milliarden Euro. Der Ebit, der Gewinn vor Zinsen und Steuern, soll indes um mindestens 25 Prozent gestiegen sein - von 207,2 Millionen Euro auf zumindest 260 Millionen. Endgültige Gewinnzahlen veröffentlicht das börsenotierte Unternehmen am 30. April.

Der Mitarbeiterstand ging 2013 geringfügig zurück - um ein Prozent. Weltweit hatte die Strabag zuletzt rund 73.100 Beschäftigte, davon knapp 10.000 in Österreich und mehr als 27.000 im benachbarten Deutschland.