Wien. (sf) Die Kontaktlos-Funktion auf Bankomat- und Kreditkarten stößt auf Skepsis: Jeder zweite will die Funktion für NFC (Nahfeldkommunikation) auf der Bankomatkarte deaktivieren lassen, hat eine Spectra-Umfrage unter 392 Befragten ergeben. Karten mit NFC-Chip können mit wenigen Zentimetern Abstand an ein Lesegerät gehalten werden, um zu zahlen. Das Vorgehen der Banken bei der NFC-Einführung wird bemängelt, nur rund ein Drittel fühlt sich ausreichend über die neue Funktion informiert. 88 Prozent der Befragten möchten selbst entscheiden, ob sie diese Funktion haben wollen. Derzeit ist der Chip in neu ausgegebenen Bankomat- und Kreditkarten automatisch integriert - mit Ausnahme der Bawag P.S.K., bei der Kunden eine Wahlmöglichkeit haben. Die Arbeiterkammer kritisiert die "Zwangsbeglückung" durch die meisten Banken: Es gebe Kunden, die keine erweiterte Zahlungsfunktion wünschen, weil mit dem Verlust oder Diebstahl eine neue Missbrauchsmöglichkeit entstehe.

Zwar können nur Beträge bis zu 25 Euro kontaktlos bezahlt werden. Nach einer bestimmten Anzahl an Transaktionen wird einmalig wieder der PIN-Code oder die Unterschrift verlangt. Die Risiken dürften aber in den Geschäftsbedingungen nicht auf die Karteninhaber abgewälzt werden, fordert die Arbeiterkammer. Nicht jede Bank haftet für den Schaden.

Positive Erfahrungen


Mehr als die Hälfte hat Sicherheitsbedenken bei der NFC-Funktion. Fünf Prozent der Befragten haben bereits kontaktlos bezahlt - ihre Erfahrungen sind ausschließlich positiv. Ingesamt wurden seit der Einführung in Österreich im April 2013 bis Jänner 2014 bereits mehr als eine Million Mal kontaktlos bezahlt.