Wien. Die Regierung überrascht sich selbst: Das Budgetdefizit ist 2013 erneut deutlich niedriger ausgefallen als erwartet. Laut dem am Montag veröffentlichten Daten der Statistik Austria lag das Defizit nach Maastricht im Vorjahr bei 1,5 Prozent des BIP bzw. 4,8 Mrd. Euro. Im Bundesvoranschlag war das Finanzminister noch von einem Defizit von 2,3 Prozent ausgegangen.

Die Maastricht-Vorgabe liegt bei 3 Prozent. Das Defizit von 1,5 Prozent ist das niedrigste seit Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise. Einen besseren Wert gab es zuletzt 2008 mit einem Defizit von 0,9 Prozent. Deutlich über der EU-Vorgabe von 60 Prozent des BIP liegen allerdings weiterhin die Staatsschulden mit den 74,5 Prozent.

2012 war das Defizit noch bei 2,6 Prozent (bzw. 7,9 Mrd. Euro) gelegen. Der Schuldenstand blieb 2013 gegenüber mit 74,5 Prozent des BIP bzw. 233,4 Mrd. Euro fast unverändert (2012: 74,4 Prozent bzw. 228,4 Mrd. Euro). Im Bundesvoranschlag war noch mit einem Schuldenstand von 75,4 Prozent gerechnet worden.