Wien. Der Bauriese Strabag hat zwar 2013 ein kräftiges Gewinnplus von 87 Prozent auf 113,6 Millionen Euro erzielt, zu Beginn der Finanzkrise (2008) lag das Konzernergebnis allerdings trotz eines damals 8-prozentigen Rückgangs bei 157 Millionen Euro - also auf deutlich höherem Niveau. Mit einem nennenswerten Zuwachs der Bauleistung sei "erst ab 2016" zu rechnen, sagte Konzernchef Thomas Birtel am Mittwoch in Wien.

Die Ebit-Marge des größten österreichischen Baukonzerns könnte aber schon vorher in Richtung 3 Prozent steigen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verbesserte sie sich von 1,6 auf 2,1 Prozent. Mittelfristig liege das Ziel - bei höherer Rentabilität und stabiler Leistung - bei einer Marge von 3 Prozent, stellte Birtel in der Bilanzpressekonferenz in Aussicht.

Heuer sollen sich Bauleistung und operativer Gewinn (Ebit) vorerst stabil auf dem Niveau des Vorjahres entwickeln. "Wir gehen davon aus, dass der Preisdruck in Europa anhalten wird", erwartet der Strabag-Chef. Die Strabag will sich daher "außerhalb Europas weiter diversifizieren", verwies Birtel auf exotische Auslandsmärkte wie etwa den Oman, Chile und Kolumbien.