Wien. Aktieninhaber nicht börsenotierter Unternehmen, die die Umwandlung ihrer Inhaberaktien in Namensaktien nicht in das Aktienbuch eintragen lassen, verlieren künftig nicht nur wie bisher ihr Stimmrecht bei Hauptversammlungen, sondern auch ihren Dividendenanspruch. Damit will die Regierung die Geldwäsche erschweren.

Der Hintergrund: Inhaberaktien sind derzeit nur bei börsennotierten Aktiengesellschaften und dort nur noch in Form einer Sammelurkunde zulässig. Aktieninhaber, deren in Namensaktien umgewandelte Inhaberaktien nicht im Aktienbuch eingetragen sind, sind bei Hauptversammlungen nicht stimmberechtigt.

Schärfere Sanktionen geplant
Künftig soll es noch schärfere Sanktionen geben, wie die Parlamentskorrespondenz am Montag mitteilte. Laut Gesetzentwurf sollen demnach Dividendenansprüche mit Ablauf des Geschäftsjahrs verfallen, in dem die Hauptversammlung den Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst hat. Außerdem werden ausgegebene Urkunden über nunmehr unzulässige Inhaberaktien gesetzlich ausdrücklich für kraftlos erklärt und können damit bis zur Eintragung ins Aktienbuch nicht mehr gehandelt werden.

Für den Vorstand einer Aktiengesellschaft, der zur Führung des Aktienbuchs verpflichtet ist, sind im Falle eines Verstoßes gegen Verhaltenspflichten Zwangsstrafen vorgesehen.